Ein Saal, den Tegel nicht verlieren darf.
Der Festsaal Tegel ist seit Generationen ein Ort, an dem sich Nachbarschaft trifft, an dem gefeiert, getanzt und verhandelt wurde — ein Stück gebaute Erinnerung mitten im Berliner Nordwesten. Wie so viele Säle seiner Art steht er heute unter wirtschaftlichem Druck: steigende Kosten, ungewisse Trägerschaft, keine Institution, die langfristig für ihn geradesteht.
Genau deshalb gründen wir keinen Verein für ein einzelnes Ereignis, sondern für eine dauerhafte Lösung: Mitgliedschaft, bürgerschaftliches Engagement und die Bereitschaft von Politik und Wirtschaft, Verantwortung für einen Ort zu übernehmen, der niemandem allein gehört — und genau deshalb allen gehört.
Wir laden Persönlichkeiten aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft ein, diesen Weg als Schirmherren, Förderer oder Vereinsmitglieder mitzugehen. Nicht als symbolische Geste, sondern als konkreten Beitrag zum Erhalt eines Berliner Ortes.
Die Kampagne läuft bereits vor Ort — Festsaal-Tegel.de
„Was verschwindet, wenn ein Saal wie dieser schließt, lässt sich später nicht an anderer Stelle neu aufbauen.“
~400 m²
Saalfläche
2024
unter Denkmalschutz gestellt
Wiederentdeckt und befreit
Unter der Zwischendecke
Nach der Öffnung
Hinter der Fassade eines unscheinbaren Geschäftshauses in Tegel verbarg sich jahrzehntelang ein nahezu vollständig erhaltener historischer Tanzsaal. Eine massive Zwischendecke hatte den hohen Raum seit 1965 verborgen – und mit ihm fast jede Erinnerung an seine Geschichte.
Statt den Saal zu entkernen und die Raumhöhe wirtschaftlich zu verwerten, wurde die Zwischendecke entfernt. Nach fast sechs Jahrzehnten kam der Festsaal wieder ans Licht – mit seinen hohen Rundbogenfenstern, Stuckelementen und außergewöhnlichen Proportionen.
Im Sommer 2024 wurde der Saal erstmals seit knapp 60 Jahren wieder für die Öffentlichkeit geöffnet. Schülerinnen und Schüler des benachbarten Humboldt-Gymnasiums zeigten ihre Kunst, Kinder spielten Theater. Stimmen, Musik und Leben kehrten zurück.
„Ich hatte nicht nur eine Immobilie erworben. Ich hatte Verantwortung für ein Stück Berliner Geschichte übernommen.“
Stuckdecke, Empore, Bühne.